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Anderwald / Grond Ruth / Leonhard
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Aktuelles: Zur Arbeit von Ruth Anderwald + Leonhard Grond
Paul Virilio bezieht sich in seiner Schrift über Das öffentliche Bild u.a. auf den Ansatz Merleau Pontys über das Abdriften der Wahrnehmung von dem Realen, Seienden, Existentiellen durch die unaufhaltsame Vermehrung der Bilder (...dieses Gemisch von Welt und uns, das der Reflexion vorausgeht...MP)
Dieser Zustand erfährt in den Fotografien und Filmen von Ruth Anderwald + Leonhard Grond eine Umkehrung. Die entstehenden Bilder lösen sich von den latenten Kodierungen und ikonegrafischen Zwängen.
Sie tasten jenen Raum ab, der sich zwischen der verdrängten Wahrnehmung und den überhand nehmenden Bildern aufschließt. Dieser Ort ist für die beiden Künstler insofern von Bedeutung als sich hier ihre visuelle Identität unmittelbar vor der einsetzenden Reflexion ankündigt. Ein weiterer Aspekt der intendierten Umkehrung ist die Inszenierung und das assoziative Zusammenspiel ihrer Bildwelten. Diese scheinen sich zunächst thematisch auszuschließen, es lassen sich jedoch unentwegt visuelle Verkettungen feststellen. Diese Methode begleitet die Rückführung des Visuellen zum verlorenen Gemisch von Welt und von uns.
(Tasser/Abbas)
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